20.11.2008

Temp Track

Aus Scorepedia

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Ein Temp Track ist eine Zusammenstellung bereits existierender Musikstücke, die in einen Film eingebunden wird, um eine Diskussionsgrundlage zu schaffen. Regisseur und Komponist können so vor Beginn der Arbeit des Komponisten Ihre Vorstellungen abgleichen. Regisseure können sich so einen Eindruck ihres Films verschaffen, der ihnen einen ersten Eindruck in die emotionale Ebene des Film liefert. Das angestrebte Endergebnis wird greifbarer und ist deutlicher zu erkennen. Schon im Schneideraum wird der Temp Track am häufigsten zum Film angelegt.

Die große Gefahr des Temp Tracks ist, dass der Komponist zu sehr auf ein bestimmtes Ergebnis hin eingeengt wird und sich nicht mehr frei entfalten kann. Die neue Musik soll dann meistens genau so klingen wie der angelegte Tamp Track. Dabei bewegt sich der Komponist auf einem schmalen Grad nahe dem Plagiat. Regisseure wie John Frankenheimer oder Franklin Shaffner verboten sogar ihren Cuttern Temp Tracks in ihre Filme einzufügen, um weder sich noch den Komponisten in Bezug auf die Musik festzulegen.

Der Nutzen eines Temp Tracks ist nur dann gegeben, wenn er den Vorstellungen des Regisseurs und des Komponisten sehr nahe kommt oder diesen gar entspricht. Eine enge und frühzeitige Zusammenarbeit der beiden ist also eine gewinnbringende und erfolgversprechende Sache.



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