Orgelpunkt

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Unter dem Orgelpunkt versteht man einen von einem oder mehreren Instrumenten gehaltenen Ton, über den sich in anderen Instrumenten harmonisch freie Stimmen legen können. Geeignete Instrumente für den Orgelpunkt sind die Streicher sowie die Holz- und Blechblasinstrumente, da der Ton hier ohne dynamische Schwankungen gehalten werden kann. Bei einem Klavier oder einer Gitarre verklingt der Ton nach dem Anschlagen rasch. Hier kann der Orgelpunkt auch mittels eines immer wiederholten Rhythmus’ aufrecht erhalten bleiben. Bei Schlaginstrumenten bietet sich zu diesem Zweck der Wirbel an. Oftmals befindet sich der als Orgelpunkt dienende Ton in tieferer Lage als die sich darüber legenden Stimmen, sodass der Orgelpunkt häufig als Basston fungiert.

Der Begriff Orgelpunkt rührt daher, dass man bei einer Orgel einen Ton über beliebige Zeit lang halten kann und somit auch besonders in Orgelwerken überdurchschnittlich viele Orgelpunkte anzufinden sind.

In der Filmmusik wird der Orgelpunkt heutzutage häufig von sehr tief brummenden Synthesizereffekten übernommen wie in James Horners Komposition zu Wolfgang Petersens „Troja“. Hier wird der Klagegesang der Sängerin Tania Tsarovska während der Eroberung Trojas nur von einem tiefen synthetischen Orgelpunkt des Synthesizers unterlegt.