Um die Dramaturgie eines Films richtig in Filmmusik umsetzen zu können, muss ein Komponist sich in den Film, die einzelnen Szenen, die Schauspieler und in die Intention, die der Regisseur vermitteln möchte, hinein versetzen.
Da nur wenige Regisseure ihre Ideen und Vorstellungen einem Komponisten mit Worten explizit beschreiben können, greifen sie gerne auf Temp Tracks zurück um an diesen ihnen bekannten Beispielen ihre Ideen zu veranschaulichen. Wenn Komponist und Regisseur nicht schon ein auf einander eingespieltes Team sind, sind genaue Abstimmung zwischen ihnen und dem Sounddesigner nötig, um den Film (Die Bilder), den Sound (Soundeffekte) und die Filmmusik entsprechenden nach den Wünschen des Regisseures zu entwickeln.
Dabei stehen dem Komponisten eine Vielzahl von dramaturgische Stilmitteln zur Verfügung.
Zitat:
"Komponierte dramaturgische Musik ist wie ein Maßanzug zum Film. Songs wirken dagegen oft wie ein Anzug von der Stange."
Weidinger, A., Filmmusik, UVK Verlagsgesellschaft mbH, Konstanz 2006, S.116