David Arnold

Aus Scorepedia - Die Filmmusik Enzyklopädie

Der am 23. Januar 1962 in Luton (Bedfordshire) geborene David Arnold wurde bereits in der Kindheit von Hollywood-Epen und James-Bond-Filmen geprägt, die in entscheidendem Maße seine Zukunft als Filmmusikkomponist beeinflussen sollten. In der Schule fing er zunächst an, Blockflöte zu spielen, ging dann zur Klarinette über und griff schließlich zur Gitarre. Er spielte in kleineren Orchestern und Militärkapellen mit, doch trotz einiger Lektionen in Musiktheorie bekam er die entscheidenden Impulse zur eigentlichen Musikausbildung durch sein Mitwirken in diversen Rockbands. Als Startschuß für Arnolds Filmmusik-Karriere erwies sich der Kontakt zu Jungregisseur Danny Cannon, für dessen zahlreiche Studentenfilme er an der National Film & Television School seine ersten Scores komponierte. Dadurch und durch die Vertonung von Werken anderer junger Regisseure eignete sich Arnold einen Großteil der für das Schreiben von Filmmusik wichtigen und notwendigen Techniken an. Sein großer Durchbruch kam 1994, als STARGATE-Regisseur Roland Emmerich seinen Score für Cannons ersten großen Spielfilm, THE YOUNG AMERICANS (1993), hörte. Seine zweite Zusammenarbeit mit dem Gespann Emmerich und Drehbuchautor/Produzent Dean Devlin, INDEPENDENCE DAY, sollte der Film mit dem höchsten Einspielergebnis des Jahres 1996 werden. Das dazugehörige Soundtrackalbum landete in den britischen CIN Classical Charts auf Platz zwei und erhielt im darauffolgenden Jahr den Grammy Award. Sein drittes und (vorerst) letztes Projekt mit dem Duo Emmerich/Devlin war GODZILLA (1998). 1997 veröffentlichte Arnold sein langgehegtes Wunschprojekt, SHAKEN AND STIRRED, mit dem er seiner Liebe zu den James-Bond-Filmen Tribut zollte und wurde bald darauf mit der Vertonung von TOMORROW NEVER DIES beauftragt. Seitdem ist er mit THE WORLD IS NOT ENOUGH (1999), DIE ANOTHER DAY (2002) und nun jüngst CASINO ROYALE (2006) der 007-Serie treu geblieben.

Neben seiner Tätigkeit als Filmmusikkomponist schrieb und produzierte Arnold Songs und Alben für zahlreiche Solokünstler, darunter u.a. Björk ( deren "Play Dead" aus THE YOUNG AMERICANS zum Top-Ten-Hit in den britischen Popcharts avancierte) und Shara Neilson.


Nominierungen

  • 1997 Saturn Award für Independence Day (Best Music 1996)
  • 1998 Saturn Award für Tomorrow Never Dies (Best Music 1997)
  • 2007 Saturn Award für Casino Royale (Best Music 2006)
  • 2007 Anthony Asquith Award für Casino Royale (Film Music 2006)


Gewonnene Preise

  • 1995 BMI Film Music Award für Stargate (1994)
  • 1996 Universe Reader's Choice Award für Independence Day (Best Score for a Genre Motion Picture 1996)
  • 1997 BMI Film Music Award für Independence Day (1996)
  • 1997 Grammy für Independence Day (Best Instrumental Composition Written for a Motion Picture or for Television 1996)
  • 1998 BMI Film Music Award für Tomorrow Never Dies (1997)
  • 1999 BMI Film Music Award für Godzilla (1998)
  • 2000 BMI Film Music Award für The World Is Not Enough (1999)
  • 2003 BMI Film Music Award für Die Another Day (2002)
  • 2004 RTS Television Award für Little Britain (Best Music - Original Title Music 2003)